Welche Umsatzchance bleibt in der Pharma-Industrie
häufig ungenutzt?
Pharma-Firmen investieren viel Geld in
die Durchführung klinischer Studien,
in den USA beispielsweise etwa 7 Milliarden US-Dollar.
Leider weisen sie den erhaltenen Studienergebnissen
nur eine Aschenputtel-Rolle zu. Statt
sie für eine Umsatzstärkung
zu nutzen, lassen sie diese brachliegen.
Warum übersehen viele Unternehmen
diese goldene Geschäftsgelegenheit?
Es gibt zwei Hauptgründe,
warum Firmen hier einen Return on Investment versäumen.
Einige Firmen erkennen Studienergebnisse
nicht als Teil der Wertschöpfungskette.
Anderen Firmen wiederum fehlt das Know-how, um
wissenschaftliche Erkenntnisse in ärztliches
Verschreibungsverhalten umzusetzen.
Dies ist vergleichbar mit der Expertise,
die ein Diamantenschleifer benötigt,
um einen unscheinbaren Rohdiamanten in
ein kostbares Juwel zu verwandeln.
Er erhöht den Wert einer vorhandenen Sache, indem er genau weiss,
worauf es ankommt.
Wie sieht
das in der Praxis aus?
Die medizinische Entwicklungs-Abteilung
glaubt, ihre Aufgabe erfüllt zu haben,
wenn eine Studie "on time and on
budget" beendet wurde. Die Marketingleute
erhalten einen umfangreichen Studienbericht
mit einer Vielzahl von Tabellen.
Weder sie noch ihre Kreativ-Agentur haben
die Muse und Expertise, die Masse der
Daten durchzuarbeiten.
Die Konsequenz:
Nach Präsentation, Diskussion
und Publikation im wissenschaftlichen
Umfeld verschwinden die Daten in der Versenkung
- leider.
Wer sollte für die Vermarktung von Studienergebnissen
verantwortlich sein?
Die Marketingleute halten den
Schlüssel zur Schatztruhe. Sie entscheiden,
ob sie bei der erfolgreichen Vermarktung
wissenschaftlicher Daten eine
Führungsrolle einnehmen wollen.
Wie kosteneffektiv ist die Vermarktung
von Studienergebnissen?
Sie ist sehr kosteneffektiver Weg, da die
medizinische Entwicklungs-Abteilung schon
das Fundament gegossen hat. Als Produktmanager
hat man den grossen Vorteil, dass man auf bereits
bestehende Daten, Kontakte und Organisationen
aufbauen kann.
Umso erstaunlicher ist, dass Entscheidungsträger
oft davor zurückscheuen, die
wenigen zusätzlichen Mittel für
eine umsatzwirksame Marketingkampagne
zu bewilligen.
Wie kann man das Umsatzpotential von Studien schneller auszuschöpfen?
Viele Marketingleute lernen
durch Ausprobieren am Markt, was funktioniert und was nicht -
ein oft dornenvoller Weg. Eine Beratung
im Vorfeld würde helfen, Fehler zu vermeiden und die wirksamsten Strategien
anzuwenden
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