
Von wem kommt ChatGPT?
Das Unternehmen OpenAI (Geldgeber sind unter anderem Elon Musk und Microsoft) vermarktet derzeit gratis und erfolgreich das innovative digitale Dialogsystem ChatGPT (
Generative
Pre-trained
Transformer).
Warum der Hype um ChatGPT?
Das neue Tool ist ein Meilenstein in der Art und Weise, wie wir uns zukünftig im
Internet verhalten. Es wird speziell die Google-Suchen revolutionieren.
Anmerkung: Als Gegenmaßnahme entwickelt der Alphabet-Konzern bereits eine ähnliche Software. Auf dem Spiel stehen schließlich Milliarden Dollar Einnahmen aus den globalen Google-Ad-Werbeumsätzen.
Woher kommt der Content für ChatGPT?
Das System beruht auf einem Fundus von Milliarden Datensätzen aus Büchereien, Zeitungsartikeln, Online-Foren, menschlichen Gesprächen und öffentlich zugänglichen Quellen aller Art, mit dem es gefüttert wurde. Es lernt und entwickelt sich weiter.
In welcher Sprache?
Die Originalversion ist in Englisch. Man kann man aber per Texteingabe mitteilen, dass die Software von nun an auf Deutsch antworten soll – oder in anderen Sprachen wie Französisch oder Spanisch.
Vorteile und Chancen
1) Ein paar Stichwörter reichen für das Generieren guter Entwürfe.
2) Die erstellten Texte sind gut verständlich, fast druckreif und enthalten einzigartige Passagen, die Suchmaschinen so nicht finden würden.
3) Es eignet sich für Analysen, Pläne, Konzepte, Kommentare, Jobinserate, Verträge, etc. Sie können damit Texte, die Sie bisher mühsam selber geschrieben oder kostenaufwändig bei Agenturen beauftragt haben, im Entwurf automatisiert erstellen lassen.
4) Einer der großen Vorteile gegenüber der üblichen Google-Suche:
Google liefert nur Links zu Webseiten. Man ist dann auf sich allein gestellt, diese Informationen der Webseiten zu sichten und zu gewichten. ChatGPT hingegen liefert konkrete Antworten – fast so, als säße der Auskunftgeber direkt vor Ihnen.
Nachteile und Risiken
1) Die Qualität der Antworten schwankt.
2) Richtigkeit und Rechtmäßigkeit werden nicht geprüft. Es kommen Falschinformationen vor.
3) Was manchmal übersehen wird: Es besteht kein Zugang zu Echtzeit-Informationen aus dem Internet. Der Wissensstand von ChatGPT endet derzeit im Jahr 2021. Dies bedeutet, dass frische, aktuell online verfügbare Daten aus der Zeit danach unberücksichtigt bleiben. Hier ist also die Google-Suche überlegen.
4) Vor der Weitergabe sollte unbedingt ein menschlicher Autor, Redakteur oder Journalist den Entwurf prüfen und korrigieren.
Meine eigene Erfahrung
Ich habe es ausprobiert: Man kann damit erstaunliche Texte generieren – aber man muss jeden Text kritisch beleuchten, überarbeiten und editieren. Es gibt eben keinen Ersatz für Expertise, insbesondere im Healthcare-Bereich wie Pharma und Medizinprodukte.
Empfehlung: Selber live testen
Probieren Sie aus, inwieweit das neue Tool für Sie arbeiten kann - schon um mitreden zu können: Geben Sie auf Google "ChatGPT" ein oder gehen Sie direkt auf https://openai.com/blog/chatgpt, erstellen gratis einen User-Account und klicken die Hinweisfelder weg.
Legen Sie los, indem Sie ein, zwei oder drei relevante Stichworte eingeben. Stellen Sie Nachfragen, wenn Texte unklar sind. Einer der Vorteile ist, dass Sie direkt in den Dialog treten können.
Persönliche Unterstützung
Gerne können wir besprechen, wie ich Ihnen beruflich helfen kann.

Ergänzende Anmerkungen und Empfehlung zur Verwendung ChatGPTs Schreibstil ist eher mittelmäßig: ChatGPT Texte sind oft langatmig und monoton - gestrickt nach denselben Schablonen oder Mustern und enthalten viele Wiederholungen.
Tipps, wie man das verbessern kann, finden Sie auf: https://www.blogmojo.de/pdf/bessere-texte-mit-chatgpt.pdf.
Beispiele für zusätzliche Eingaben
a) "Benutze natürliche Sprache, verwende Wörter und Phrasen, die ein echter Mensch im Alltag nutzen würde. Schreibe, als würdest du es einem Freund erklären."
b) "Schreibe wie die Autorin Joanne K. Rowling"
Worte der Vorsicht: https://impatient.health/chatgpt-drives-misinformation-in-healthcare-predictions-2023/
Google's Nr. 1
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